WestfalenModell 3.0

Zukunft Industrie? Interkommunal

Ursprung und Einordnung

Die Region zwischen Hamm und Lippetal stand über Jahre vor einer strategischen Herausforderung: Trotz hervorragender Lage zwischen Ruhrgebiet, Münsterland und den Autobahnen A2/A44 fehlten zusammenhängende, großflächige Industriegebiete

Gleichzeitig wuchs der Druck auf Kommunen, Wirtschaftskraft zu sichern, Arbeitsplätze zu schaffen und langfristige Gewerbesteuerpotenziale aufzubauen.

Die Erkenntnis: Allein kann keine der beiden Kommunen ein solches Projekt stemmen — gemeinsam jedoch entsteht ein Standort von überregionaler Bedeutung.

Die Idee der interkommunalen Entwicklung

Aus dieser Situation heraus entstand das Vorhaben Industriegebiet Westfalen: Ein gemeinsames Projekt der Gemeinde Lippetal und der Stadt Hamm, das die Stärken beider Partner bündelt.

Grundprinzip: Gemeinsam

Damit wurde ein Modell geschaffen, das in Nordrhein-Westfalen als Best Practice für interkommunale Kooperation gilt.

Die Herausforderungen

Vor dem Start des Projekts standen beide Kommunen vor komplexen Fragen:

Diese Fragen führten zu einem strukturierten, mehrjährigen Prozess, der juristisch, planerisch und politisch eng begleitet wurde.

Die Lösung: Ein gemeinsames Industriegebiet mit klarer Governance

Das Industriegebiet Westfalen basiert auf einem interkommunalen Kooperationsmodell, das folgende Elemente umfasst:

Damit wurde ein Rahmen geschaffen, der sowohl rechtssicher als auch wirtschaftlich belastbar ist.

Strategische Bedeutung für die Region

Das Industriegebiet Westfalen ist weit mehr als ein klassisches Gewerbegebiet. Es ist:

Die geplanten Ansiedlungen – darunter auch großtechnische Infrastruktur wie ein Rechenzentrum des US-amerikanischen Unternehmens BlackRock – zeigen, dass der Standort überregionale Strahlkraft besitzt.

Die Rolle der kommunalen Partner

Gemeinde Lippetal

  • stellt wesentliche Flächen bereit
  • bringt lokale Expertise und politische Steuerung ein
  • profitiert langfristig von Gewerbesteuer und Arbeitsplätzen
Stadt Hamm
  • übernimmt zentrale planungsrechtliche Aufgaben
  • bringt Infrastruktur, Verwaltungskapazität und Vermarktungskraft ein
  • stärkt ihre Position als Wirtschaftsstandort

Gemeinsam entsteht ein Gebiet, das keine der beiden Kommunen allein hätte realisieren können.

Warum dieses Modell funktioniert

Das Industriegebiet Westfalen zeigt, dass interkommunale Projekte erfolgreich sein können, wenn:

Es ist ein Beispiel dafür, wie Kommunen Gestaltungsmacht zurückgewinnen, statt auf private Investoren oder Zufälle zu warten.

Fazit

Das Industriegebiet Westfalen ist ein Leuchtturmprojekt kommunaler Entwicklungspolitik. Es verbindet strategische Weitsicht, interkommunale Zusammenarbeit und professionelle Umsetzung — und schafft damit die Grundlage für nachhaltige wirtschaftliche Stärke in der Region.

Anfahrt

Unser Hauptsitz in Münster liegt direkt am Hafen (Hafenweg14) und ist sowohl mit dem Auto (wir empfehlen die Nutzung des Parkhauses der PSD-Bank, Zufahrt über die Bernhard-Ernst-Straße) als auch mit der Bahn (ca. 10 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof Münster, Berliner Platz bzw. mit den Buslinien 6, 8 und 17) bequem zu erreichen.

Detmolder Modell

Das Detmolder Modell, benannt nach der Wohnungsbaugenossenschaft Britensiedlung in Detmold, ist das Herzstück unserer Tätigkeit. Es bildet die Basis für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Etablierung von neuen Gewerbegebieten und die Belebung der Innenstadt.

Das Detmolder Modell sieht die Gründung einer Immobiliengenossenschaft zwischen der Standortkommune und Grundstückseigentümerin, einer kommunalen Gesellschaft und der Pyramis vor.

So ist sichergestellt, dass die öffentliche Hand stets das Schlusswort behält, unabhängig ob es um die Immobilienentwicklung, den Mietpreis oder die Mieterauswahl geht.

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